Fremdhardware - Server und Workstations

Server

Bei Mehrplatzanlagen ist ein Server vorzusehen, der aus Stabilitätsgründen möglichst nicht als Arbeitsplatz benutzt werden sollte. Dieser Rechner ist wie folgt zu konfigurieren:

  • Freigegebenes deutsches Windows-Betriebssystem je nach Anlagengröße (bei mehr als 5 Plätzen empfehlen wir ein Server-Betriebssystem):
    • Windows 7 Professional 64 bit SP1
    • Windows 8 Pro, Windows 8.1 Pro
    • Windows 10 Pro 64 bit (nur ab Moviestar 5.16!)
    • Windows Server 2008 R2 Standard SP1
    • Windows Server 2008 Foundation R2
    • Windows Server 2012 Standard (auch Foundation) 64 bit)
    • Windows Server 2012 R2 Standard
    • Windows Server 2012 R2 Foundation
    • Windows Server 2016 Standard
  • Mindestanforderungen (insbesondere die Taktfrequenz sollte deutlich höher gewählt werden):
    • Serverboard mit Prozessor Intel Xeon 4x 3,2 GHz
    • 16 GB Hauptspeicher
  • Festplatten-Array RAID-1 mit mind. 500 GB Kapazität, aufgeteilt in 3 Partitionen:
    • Partition C: (ca. 200 GB) für das Betriebssystem
    • Partition D: (Rest, mind. 200 GB) für MEDISTAR
    • Partition Q: (Rest) für MOVIESTAR
  • DVD-ROM-Laufwerk, besser DVD-Brenner, eingerichtet als Laufwerk E:
  • Unterbrechungsfreie Stromversorgung
  • Adäquates Gerät für die automatisierte Sicherung der Datenbestände (empfehlenswert sind mehrere externe USB-Festplatten, für WBADMIN oder eine andere geeignete Backup-Software eingerichtet), dessen Kapazität mindestens der Gesamtgröße der Festplatten entspricht
  • Netzwerkkarte 1000 MBit
  • Ausreichende Anzahl serieller, paralleler und USB-Schnittstellen für die anzuschließenden Peripheriegeräte (Chipkartenleser, Modem, Drucker, etc.)

Auf dem Server dürfen keinerlei Energiesparoptionen aktiviert werden, um Einbussen bei der Performance zu vermeiden.

Workstations

Die zusätzlichen Arbeitsplätze (Workstations) sollten folgende Anforderungen erfüllen:

  • Freigegebenes deutsches Windows-Betriebssystem:
    • Windows 7 Professional SP1 32 bit oder 64 bit
    • Windows 8 Pro, Windows 8.1 Pro
    • Windows 10 Pro (nur ab Moviestar 5.16!)
  • Mindestanforderungen (insbesondere die Taktfrequenz sollte deutlich höher gewählt werden):
    • Prozessor Intel i3 ab 1,600 GHz
    • mind. 4 GB RAM
  • Festplatte mind. 100 GB (Laufwerk C:), deutliche Performanceverbesserungen lassen sich durch den Einsatz von SSDs erzielen
  • Netzwerkkarte 1000 MBit
  • Fritz ISDN-Karte (falls erforderlich)
  • Ausreichende Anzahl serieller, paralleler und USB-Schnittstellen für die anzuschließenden Peripheriegeräte (Chipkartenleser, Modem, Drucker, etc.)
  • Falls der Rechner im Patientenumfeld eingesetzt wird, ist das Medizinproduktegesetz zu beachten.

Auch an den Workstations sollten alle Energiesparoptionen deaktiviert werden, um Einbussen bei der Performance zu vermeiden.

Einrichtung

Als Netzwerknamen empfehlen wir bei Neuinstallationen SERVER für den Server, und WSxx für Workstations, wobei xx ab 01 fortlaufend durchnummeriert wird. Alternativ können sprechende Bezeichnungen verwendet werden, z.B. ANMELDUNG oder ZIMMER1 oder LABOR, jeweils in Grossbuchstaben und ohne Leerzeichen. Achtung: Beim Austausch vorhandener Rechner müssen Netzwerkname und IP-Adresse unbedingt gleich bleiben. Dies gilt ganz besonders für den Server, da MEDISTAR und MOVIESTAR über den Netzwerknamen auf den Server zugreifen, und jede Änderung des Servernamens tiefgreifende und aufwendige Änderungen an allen angeschlossenen Arbeitsplätzen nach sich ziehen würde.

Als Netzwerkprotokoll muß TCP/IP zum Einsatz kommen, vorzugsweise mit festen IP-Adressen, alternativ kann aber auch DHCP benutzt werden. Der Server benötigt auf jeden Fall eine feste IP-Adresse. Als IP-Adressbereich empfehlen wir 192.168.100.x (x > 99), für den Server die Adresse 192.168.100.10.

Das Netz sollte als Arbeitsgruppe (mit dem Namen "WORKGROUP") eingerichtet werden, von Domänen raten wir wegen der höheren Komplexität dringend ab. Falls Sie dennoch eine Domäne aufsetzen wollen, darf die Oracle Datenbank auf keinen Fall auf dem Domain Controller installiert werden, d.h. für Medistar wird in diesem Fall ein separater Server benötigt.

Um Leistungseinbussen zu vermeiden, müssen die Energieoptionen aller Rechner auf Höchstleistung eingestellt sein.

Auf allen Rechnern müssen die folgenden Benutzer vollständig eingerichtet sein:

  • administrator
  • praxis

Die Passworte müssen auf allen Rechnern gleich sein. Treiber sowie zusätzliche Software (Internet-Zugang, Word usw.) müssen unter allen Benutzern verfügbar und funktionsfähig sein.

Für die automatisierte Datensicherung am Server empfiehlt sich die Einrichtung eines weiteren Benutzers mit Namen

  • sicherung

Wir empfehlen, täglich den gesamten Inhalt der Festplatte auf einen externen Datenträger zu sichern. Mindestens ist jedoch D:\ sowie bei Moviestar-Anwendern zusätzlich Q:\ komplett zu sichern. Eine vernünftige und sichere Strategie für die Datensicherung finden Sie im Bereich Tips & Tricks.

Vor Beginn der Datensicherung müssen die Dienste der Medistar ISAM-Datenbank, der Oracle SQL-Datenbank sowie der Moviestar Datenbank angehalten werden, um zu verhindern, dass Dateien übersprungen bzw die Daten während der laufenden Sicherung verändert werden. Wir empfehlen außerdem, vor der Sicherung einen Dump der Oracle SQL-Datenbank zu erstellen. Für diese administrativen Aufgaben bieten wir eine eigens dafür entwickelte Sicherungssoftware an, die bei Bedarf auch mit anderen Sicherungsprodukten kombiniert werden kann.


Peripherie und AnwendungenInternet
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