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Fremdhardware

Selbstverständlich installieren und betreuen wir die MEDISTAR und MOVIESTAR Software auch auf Computern, die nicht von uns geliefert worden sind.

Um Probleme und Unstimmigkeiten bei der Zuständigkeit zu vermeiden, sind allerdings einige Punkte zu beachten.

  • Die gelieferte Hardware muß funktionsfähig sein, das Betriebssystem und die Treibersoftware für alle angeschlossenen Geräte muß installiert sein.
  • Bei Mehrplatzanlagen muß das Netzwerk vollständig installiert und lauffähig sein; auf den Server muß von jedem Arbeitsplatz aus zugegriffen werden können.
  • Die Schnittstelle zwischen uns und dem Lieferanten der Hardware liegt oberhalb der Netzwerkebene, was bedeutet, daß wir ausschließlich für die von uns installierte Anwendungssoftware zuständig sind. Alle Defekte an Hardware oder Netzwerk sind vom Lieferanten der Hardware zu beseitigen.

Darüberhinaus muß die eingesetzte Computer-Hardware natürlich gewissen Anforderungen genügen:

Server

Bei Mehrplatzanlagen ist ein Server vorzusehen, der aus Stabilitätsgründen möglichst nicht als Arbeitsplatz benutzt werden sollte. Dieser Rechner ist wie folgt zu konfigurieren:

  • Betriebssystem Windows 2000 Professional oder Server, bzw. Windows XP Professional oder 2003 Server, je nach Anlagengrösse
  • Prozessor Intel Pentium 4
  • 512 MB oder mehr Hauptspeicher
  • Festplatten-Array RAID-1 oder RAID-5 mit mind. 30 GB Kapazität, aufgeteilt in 2 Partitionen:
    • Partition C: (ca. 10 GB) für das Betriebssystem, freigegeben als "c%"
    • Partition D: (Rest) für MEDISTAR, freigegeben als "d%"
  • Nur beim Einsatz von MOVIESTAR: Weitere Partitionen mit insgesamt mind. 30 GB Kapazität, wie folgt aufgeteilt:
    • Partition R: (ca. 5 GB)
    • Partition S: (ca. 5 GB)
    • Partition Q: (Rest), freigegeben als "q"
  • CD-ROM-Laufwerk oder DVD-ROM-Laufwerk, besser CD- oder DVD-Brenner, eingerichtet als Laufwerk E:
  • Diskettenlaufwerk 3.5" (für die KV-Abrechnung)
  • Adäquates Gerät für die automatisierte Sicherung der Datenbestände (empfehlenswert ist ein SCSI-Streamerlaufwerk oder ein Iomega REV-Laufwerk, für NTBACKUP oder eine andere geeignete Backup-Software eingerichtet), dessen Kapazität mindestens der Gesamtgröße der Festplatten entspricht
  • Netzwerkkarte 100 MBit
  • Fritz ISDN-Karte PCI für die Fernwartung und Labordatenfernübertragung, alternativ (und sinnvoller) ein Router Lancom DSL-I10, der darüberhinaus auch für Faxempfang, Remotezugriffe von zuhause und, falls gewünscht, für den Zugang zum Internet benutzt werden kann
  • Falls RAS benutzt werden soll, darf dieser nicht alle eingehenden Anrufe annehmen, sondern nur die auf einer ihm zugewiesenen Nummer eingehenden Rufe.

Workstations

An die zusätzlichen Arbeitsplätze (Workstations) stellen wir keine besonders hohen Anforderungen:

  • Betriebssystem Windows 2000 oder XP Professional (Windows ME und XP Home werden nicht unterstützt)
  • Prozessor Intel Pentium 4 oder höher
  • 512 MB RAM
  • Festplatte mind. 20 GB (Laufwerk C:)
  • CD- oder DVD-Laufwerk
  • Netzwerkkarte 100 MBit
  • Falls der Rechner im Patientenumfeld eingesetzt wird, ist das Medizinproduktegesetz zu beachten.

Heimarbeitsplatz

Falls ein entfernter Arbeitsplatz erforderlich ist, empfehlen wir, diesen über eine RAS-Einwahl in den Praxis-Server zu realisieren. Von VPN-Tunneln über das Internet raten wir dringend ab, da dafür das Praxisnetz ständig mit dem Internet verbunden sein müsste.

Zur Realisierung eines RAS-Arbeitsplatzes ist in der Praxis entweder eine von außen anwählbare Fritz ISDN-Karte im Server oder ein Lancom-Router erforderlich, sowie eine eigene, von keinem anderen Gerät benutzte ISDN-Rufnummer. In der Wohnung genügt ein Rechner, der den oben genannten Anforderungen für eine Workstation entspricht sowie über eine ISDN-Schnittstelle verfügt. Als Betriebssystem sollte unbedingt Windows 2000 oder Windows XP Professional zum Einsatz kommen.

Nach Herstellung der RAS-Verbindung kann dann über Remote Desktop einer der in der Praxis vorhandenen XP-Rechner ferngesteuert werden. Die Geschwindigkeit dieser Lösung ist durchaus akzeptabel und auch für Moviestar und Word brauchbar.

Labordatenfernübertragung

Für die Einwahl in das Gemeinschaftslabor kann - je nach Labor - ein analoges Modem, ein ISDN-Modem, eine Fritz ISDN-Karte oder ein ISDN-Router benutzt werden. Bitte klären Sie im Vorfeld mit uns ab, welche Einwahlmöglichkeiten das von Ihnen genutzte Labor unterstützt, und welche Geräte dafür geeignet und erforderlich sind.

Allgemeine Hinweise

Als Netzwerknamen empfehlen wir bei Neuinstallationen SERVER für den Server, und WSxx für Workstations, wobei xx ab 01 fortlaufend durchnummeriert wird. Achtung: Beim Austausch vorhandener Rechner müssen Netzwerkname und IP-Adresse unbedingt gleich bleiben. Dies gilt ganz besonders für den Server, da MEDISTAR und MOVIESTAR über den Netzwerknamen auf den Server zugreifen.

Als Netzwerkprotokoll muß TCP/IP zum Einsatz kommen, vorzugsweise mit festen IP-Adressen, alternativ kann aber auch DHCP benutzt werden. Das Netz sollte als Arbeitsgruppe (mit dem Namen "WORKGROUP") eingerichtet werden, von Domänen ist wegen der höheren Komplexität abzuraten. Als IP-Adressbereich empfehlen wir 192.168.0.x (x > 99).

Auf allen Rechnern müssen die folgenden Benutzer vollständig eingerichtet sein:

  • administrator
  • praxis

Die Passworte müssen auf allen Rechnern gleich sein. Treiber sowie zusätzliche Software (Internet-Zugang, Word usw.) müssen unter allen Benutzern verfügbar und funktionsfähig sein.

Für die automatisierte Datensicherung am Server empfiehlt sich die Einrichtung eines weiteren Benutzers mit Namen

  • sicherung

Wir empfehlen, täglich den gesamten Inhalt der Festplatte auf Band zu sichern. Mindestens ist jedoch D:\ sowie bei Moviestar-Anwendern zusätzlich Q:\SLW bzw. Q:\MOVIESTAR komplett zu sichern. Eine vernünftige und sichere Strategie für die Datensicherung finden Sie im Bereich Tips & Tricks.

Für den Einsatz der von uns angebotenen Fernwartung benötigen wir eine freie, nicht anderweitig benutzte MSN. Eine weitere MSN wird benötigt, wenn in den Server per RAS eingewählt werden soll (z.B. von einem Heimarbeitsplatz, siehe oben). Die Einwahl funktioniert am zuverlässigsten, wenn ein Router eingesetzt wird, alternativ genügt in kleinen Netzen auch eine Fritz-Karte im Server.

Bitte beachten Sie, daß Sie unseren technischen Kundendienst für Fremdhardware nicht in Anspruch nehmen können. Wir empfehlen deshalb dringend, die Hardware von einem seriösen, leistungsfähigen, ortsansässigen Händler zu erwerben, der auch in der Lage ist, die Geräte nach dem Kauf optimal zu betreuen. Insbesondere die Reaktionszeit bei Rechnerausfällen sollte hinreichend kurz sein.

Wir warnen dringend davor, die Rechner aus Kostengründen in Supermärkten, bei Versandhändlern oder ähnlichen Computer-Märkten zu kaufen. Der sogenannte "Vor-Ort-Service", der hier üblicherweise mit angeboten wird, funktioniert nach einer Untersuchung der Zeitschrift c't (Heft 25/2001, Seite 186, Artikel "Ernstfall Service") nur sehr mangelhaft bis gar nicht, und oft nur mit erheblichen Warte- und Ausfallzeiten. Den Originaltext können Sie hier nachlesen. Weitere Informationen gibt es auch im Nickles PC Report.

Zu guter Letzt noch ein Zitat von John Ruskin (englischer Sozialreformer, 1819 - 1900): "Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn wir zu viel bezahlen, verlieren wir etwas Geld, das ist alles. Wenn wir dagegen zu wenig bezahlen, verlieren wir manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. - Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen wir das niedrigste Angebot an, müssen wir für das Risiko, das wir eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn wir das tun, dann haben wir auch genug Geld, um etwas Besseres zu bezahlen."


Letzte Änderung: 12.09.2006 16:08:46

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